Siedlungsgeschichte

Die Siedlergemeinschaft

Die Siedlergemeinschaft wurde bereits vor endgültiger Fertigstellung des Siedlungsbaus gegründet und hatte den Zweck, die Interessen der Mieter zu wahren. Sie erstrebte Einfluss auf die Gestaltung und den weiteren Ausbau der Siedlung, auf die Verkehrsmittel sowie auf alle Einrichtungen, die das Allgemeinwohl betrafen. Sie wollte den Siedlern zu möglichst günstigen Bedingungen Pachtland verschaffen, Torf, Düngemittel, Saat und manches andere. 

Durch Bildungsbestreben, Sport, Spiel und gesellige Veranstaltungen sollte auch das Gemeinschaftsleben gefördert werden. Von den Bewohnern wurde die noch heute monatlich erscheinende Zeitung "De Börner" ins Leben gerufen. Die Siedler hatten so Gelegenheit, ihre Gedanken der Siedlerschaft zu übermitteln, dies wird auch heute noch so praktiziert.

Dies alles waren große Aufgaben, an denen alle Siedler interessiert waren und sie wussten, dass sie nur dann gelöst werden konnten, wenn jeder einzelne nach besten Kräften mithelfen würde. 

Die  gut funktionierende Gemeinschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung Langenhorn e.V., wie sich die Siedlergemeinschaft seit 1952 nennt, war Grundlage für die Gründung der Genossenschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung Langenhorn eG. Der Grundgedanke der Selbstverwaltung in der heute von den Bewohnern praktizierten Form  wurde bereits in den Gründerjahren diskutiert.

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Die Anregung, eine Siedlungszeitung zu veröffentlichen, wurde von dem damaligen Vorstand der Siedlergemeinschaft freudig aufgegriffen und nach Kräften unterstützt. Jedoch machte der zu wählende Name Kopfzerbrechen. Oft wird die Frage gestellt, woher kommt eigentlich der Name "De Börner"

Hier die Antwort darauf:

(Auszug aus einem Artikel von Albert Brunow, 1930)

Anfang 1921 erließ der Vorstand ein Preisausschreiben zur Erlangung eines geeigneten Titels für die neue Zeitung. Von den 40 eingereichten Namen wurde einer schließlich ausgewählt. 

Im Protokoll des Preisrichterkollegiums steht:

Auf die örtliche Eigentümlichkeit der Gegend nahm auf den ersten Blick der Vorschlag "Wattkorn" Bezug. Der Vorschlag "De Born" aber, sobald man sich genauer mit ihm und der Begründung, die sein Einsender gab, beschäftigte, noch mehr. 

In der Begründung heißt es: In früheren Zeiten hieß der Landstrich auf dem die Siedlung erbaut ist, im Volksmunde "die Oase von Langenhorn". Es waren hier sehr gute Weiden und klare Quellen. Die Bauern, die hier lebten, wurden Börner genannt. Dieser Name hat seinen Ursprung darin, dass auf die Weiden der Börner das Jungvieh getrieben wurde, um sich hier aus dem saftigen Gras und dem guten Wasser die Kraft zum Wachsen zu holen. Dieser Landstrich war der Quell oder der "B o r n" für die ganze Gegend. 

Der Einsender erläutert, wie nach seiner Meinung die Siedlung ein "Born" sein soll, der Kraft, der Gesundheit, der Zufriedenheit für den Großstädter, der aus engen Wohnungen und schlechter Stadtluft hinausgezogen ist und wie gleichzeitig die Zeitung der "Born" sein soll, für jeden Siedler, aus dem er seine Anregungen für Familie, Haus und Garten schöpft. 

"Nicht die Zeitung allein lasst uns so benennen, sondern auch die Menschen, die aus dem "Born" schöpfen sollen."

Artikel Ende -

 

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Stand: 18. Oktober 2007  
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